Für Fred, Alessia und ihre drei Töchter im Alter zwischen acht und zehn Jahren – Jade, Margot und Roxane – stand der Frühling 2021 schon lange als Zeitpunkt der Abreise fest. Konfrontiert mit den Reisebeschränkungen im Zusammenhang mit der Pandemie, tauschten sie ihren ursprünglichen Plan, mit einem Wohnmobil durch Europa zu reisen, gegen ein lokales Reiseprojekt aus und nutzen dabei nur sanfte Mobilität – die Gelegenheit, die Schweiz und ihre Bewohner auf eine andere Art und Weise neu zu entdecken, näher an den Menschen und am Land.

Freizeit.ch unterstützt das Projekt im Sinne der Kampagne #DieSchweizGanzFürUns mit einem Sponsoring ihrer Besuche, über die Alessia im Blog Weekend en Famille (französisch) berichtet.

Nichts als Herausforderungen

Das Projekt der Familie war eine echte Herausforderung: mit einer grossen Familie die Schweiz erkunden, das Budget nicht sprengen, möglichst viele Freizeitaktivitäten reinpacken, dabei umweltbewusst bleiben, die Kinder unterrichten,... Ganz zu schweigen vom unberechenbaren Wetter, das die Sache komplizierte. Die Reiseroute wurde nach und nach von allen Familienmitgliedern erstellt, sämtliche Entdeckungswünsche abdeckend, aber ohne allzufest verplant zu sein, so dass viel Raum für Spontanität blieb!

Die Reise, Woche für Woche erzählt

Woche 1: Am Genfersee und in Bern

Die Cavadinis verlassen am 19. April ihr Haus in Prilly. Die Reise beginnt mit einem lehrreichen Besuch in Chaplin's World in Corsier-sur-Vevey, gefolgt von einem Pflichttermin: eine Fahrt mit einem Belle Epoque-Schiff der CGN in Richtung Schloss Chillon. Ein eindrücklicher Start für den nicht minder beeindruckenden Besuch im Schloss! Fred's 40. Geburtstag feiert die Familie mit einem Besuch im Papiliorama in Kerzers. Anschliessend geht es weiter nach Bern, wo die Familie das Museum für Kommunikation und den Bärenpark besucht.

Wochen 2 bis 5: ein Monat auf den Strassen des Jura

Richtung Jura! In Courtedoux wird der Van gegen einen Zigeunerwagen ausgetauscht, der von einer gemütlichen Freibergerin namens Héroïque gezogen wird, die David Protti von Tourisme Equestre gehört. Die erste Etappe dieser Expedition auf den Pfaden des Reitwegnetzes Marguerite führt quer durch die Ajoie. Es folgen Tage im angenehmen Pferdetempo, gemütliche Übernachtungen auf dem Bauernhof und eine Nacht im Stroh auf der Ferme du Bonheur in Porrentruy. Unterwegs grüsst die Familie die Bewohner des Préhisto-Parcs in Réclère, geniesst die lokalen Produkte von "Ô Vergers d'Ajoie" und lässt sich in St. Ursanne auf dem geheimen Rundgang verzaubern.

Während ihrer Tour durch die Freiberge besucht Familie Cavadini das Maison de la Tête de Moine, macht einen Ausritt und wandert entlang des malerischen Étang de la Gruère. Obwohl die Distanzen mit ein paar Dutzend Kilometern pro Tag nicht gross sind, gibt es viel Abwechslung. Das langsame Tempo der Reise ermöglicht die Konzentration auf kleine Details und die Entdeckung von abgelegenen, mit motorisierten Fahrzeugen nicht erreichbaren Orten.

Nun fährt die Familie in den Berner Jura, mit einem Besuch der Schokoladenfabrik Camille Bloch und der Käserei Spielhofer, einer der wenigen, die den Tête de Moine herstellen. Ebenfalls auf dem Programm: die Besteigung des Chasseral, des emblematischen Jura-Gipfels, und ein Zwischenstopp auf der Bison Ranch.

Während der letzten Woche im Wagen in der Drei-Seen-Region stehen Naturerlebnisse im BirdLife-Naturzentrum von La Sauge und den Sümpfen der Grande Cariçaie sowie ein Sprung in die Vergangenheit im Pfahlbaudorf Gletterens und bei den römischen Ruinen von Avenches auf dem Programm.

Woche 6: rund um den Bielersee und Freiburg

Die Familie kehrt zum Van zurück, um die Ufer des Bielersees zu erkunden und ein kurzes urbanes Intermezzo in Freiburg zu erleben. Die ehrwürdige Stadt lässt sich durch eine Mischung aus Must-Sees – Altstadtpanorama, Espace Jean Tinguely-Niki de Saint-Phalle etc. – und der neuen immersiven Attraktion Frÿburg 1606 neu entdecken.

Wochen 7 und 8: Die Drei-Seen-Landschaft mit dem Solarboot

Bootfahren nach ökologischen Massstäben – so geniessen Sie die herrliche Landschaft des Drei-Seen-Landes ohne einen Hauch von Schuldgefühlen. Das saubere und leise Boot, dessen Kabinendach mit Solarzellen bedeckt ist, gleitet über die Wellen des Neuenburgersees. Ein Zwischenstopp in der Kantonshauptstadt gehört dazu, um das spannende Postenspiel "Neuenburg in der Belle Epoque" zu geniessen. Genauso spannend ist das Laténium, das die Familie auf eine Reise in die Vergangenheit mitnimmt.

Woche 9: Thunersee und die Region Luzern

Diese Woche steht ein Schwenk über die Sarine an mit der Erkundung des Thuner- und Brienzersees und einem Besuch an den Ufern des Vierwaldstättersees. Die Highlights: die älteste Glashütte der Schweiz, die Glasi Hergiswil, und das brandneue Ramseier-Besucherzentrum in Sursee.

Woche 10: Sursee, Roggwil und Luzern

Nach dem Apfelreich geniesst die Familie zwei Tage Spass und Entspannung in Belli's Mini-Freizeitpark in Roggwil. Das Wochenende ist der Entdeckung der vielen Schätze in Luzern gewidmet: die mittelalterlichen Brücken, das Verkehrshaus und mehr.

Woche 11: Die Rigi und Zürich

Diese Woche ist ein Ausflug auf die Rigi, die "Königin der Berge", angesagt. Von dort aus geht es weiter zu den Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke zwischen Zürich und Schaffhausen. Die Cavadinis erleben aufregende Abenteuer im Boda Borg und faszinierende Entdeckungen im Technorama. Das grandiose Spektakel der ungezähmten Natur des Rheinfalls scheint der perfekte Kontrapunkt zur Miniaturwelt im Smilestones.

Technorama

Wochen 12 und 13: Velofahren am Bodensee und im Appenzell

Vier Tage sanfte Erkundung des Bodenseeufers stehen an, bevor es hinunter ins Appenzell geht. Dort gibt es viel Schönes und Genussreiches zu entdecken, zum Beispiel das Chocolarium in Flawil oder die Appenzeller Schaukäserei. Bei einem zweitägigen Zwischenstopp im Kronberg-Park geniesst die Familie die vielen Freizeitangebote: Sommerrodelbahn, Zip Line, Barfusslaufen und mehr. Danach erholen sich alle beim Aufenthalt auf dem Säntis.

Chocolarium

Appenzeller Schaukäserei

Kronpark

Säntis

Aescher

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