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Zug

«Chriesisturm», so heisst der Brauch, mit welchem im Juni die Zuger Kirschenernte beginnt. Seit 300 Jahren gibt die «Chriesigloggä» das Signal, und die Läufer starten bei der Liebfrauenkapelle. Sie rennen, jeweils paarweise eine Leiter tragend, durch die Altstadt um die Wette. Nach dem Rennen wird auf dem Landsgemeindeplatz das traditionelle «Chriesisturm»-Essen aufgetragen. Gleichentags beginnt der «Chriesimärt», der für einige Wochen den Landsgemeindeplatz belebt. Im Juli wird in Zug der offizielle «Chriesitag» zelebriert. Im Jahre 2011 wurde der Kirschenanbau in Zug in der offiziellen UNESCO-Liste der lebendigen Traditionen der Schweiz vermerkt. Die mittlerweile international berühmte Zuger Kirschtorte wurde erstmals im Jahre 1915 hergestellt. Im Jahre 2009 wurde vom Zuger Metzger Marcel Rinderli ein neues Kirschenprodukt lanciert, welches sich bereits ungeheurer Popularität erfreut: die «Chriesiwurst». Touristen haben verschiedene Möglichkeiten, an dieser allgemeinen Kirschen-Euphorie teilzuhaben: Die Organisation Erlebnis Schweiz offeriert unter dem Motto «Kirsch ahoi!» Tagesausflüge ins «Chriesiland». Die Kirschstrasse Schweiz GmbH organisiert Besichtigungen, Seminare und Events rund um das Thema Kirschen, Kirsch und Kirschwasser in der Region Zug und Rigi. Verschiedene Betriebe offerieren Besichtigungen, so zum Beispiel die Kirschtorten-Hersteller Confiserie Speck und die Konditorei Treichler, beide in Zug. Die bekannte Distillerie Etter Söhne AG lädt Sie dazu ein, den Kirsch zu degustieren. Noch weiter geht die Kirschbrennerei Heiner’s Destillate: Gruppen können an einem Schaubrennen mit nachfolgendem Apéro, Fondue oder Raclette teilnehmen. Wer’s kleiner und spezieller will, besucht den mehrfach ausgezeichneten Meisterbrenner Hermann Röllin in Notikon oder die Familie Hotz auf dem Hof-Märcht, die diverse Spezialitäten, darunter den beliebten Kirschenschaumwein «CherryBaar», herstellen.

Stadt der Brunnen. Der Hauptort Zug, am Nordende des idyllischen Zugersees gelegen, hat eine wunderschöne Altstadt zu bieten. Sehenswürdigkeiten sind unter anderem das spätgotische Rathaus (1505), der Zytturm (um 1200) mit der astronomischen Uhr (1574) sowie die spätgotische Kirche St. Oswald (1496). Vier Rundtürme, der Huwilerturm, der Kapuzinerturm, der Knopfliturm sowie der Pulverturm, und Reste der Letzimauer zeugen noch von der ehemaligen Stadtbefestigung. Eine besondere Attraktion sind die Zuger Brunnen: der Kolinbrunnen (1540), der Hechtbrunnen (16. Jh.), der Greth-Schell-Brunnen (Ende 18. Jh.), nach der legendären Zuger Fasnachtsfigur benannt, der Burgbachbrunnen, 1936 vom Steinmetz Giovanni Salvadé gehauen, sowie der 2003 zur Einweihung des neuen Bahnhofs von Ilya und Emilia Kabakov geschaffene Bahnhofbrunnen. Das neue Bahnhofsgebäude selbst, welches nach dem Eindunkeln von James Turrells Lichtkunst bestrahlt wird, ist durchaus ein Besuch wert. Eine Fülle von Museen machen die Stadt Zug zu einem wichtigen kulturellen Begegnungsort: das Kunsthaus, das Museum Burg Zug, das Museum für Urgeschichte, das Afrika Museum, das Fischerei-Museum, die Kunstplattform FACE, das Heimatmuseum Seehof, das Ziegelei-Museum, das Dufour-Museum, das Missionsmuseum sowie das Zuger Depot für Technikgeschichte. Sie können die Stadt Zug auf eigene Faust entdecken oder sich einer geführten Gruppe anschliessen. Eine besondere Attraktion stellt der Altstadtrundgang für Frauen dar. Hier erfahren Sie, wie die Zuger Frauen im Mittelalter gelebt haben.

Lebendiges Brauchtum. Neben der bereits erwähnten berüchtigten Zuger Fasnacht mit der legendären Frauenfigur Greth Schell und ihren Lölis sowie der Zuger Chesslete, die Parade der Guggen, werden in der Stadt und ihrer Umgebung zahlreiche Bräuche aufrecht erhalten. Allen voran sei hier das Gedenken an die Schlacht bei Morgarten (1315), der ersten «Freiheitsschlacht» der Eidgenossen gegen Habsburg, mit dem traditionellen Morgartenschiessen erwähnt. Im Januar erwachen die sogenannten «Bäckermöhli» aus dem Winterschlaf: am letzten Mittwoch im Januar verteilen Mitglieder der Zunft der Müller, Bäcker und Zuckerbäcker Leckereien an die ungeduldigen Kinderscharen. Beim «Chröpfelimeh-Singen» ziehen Gruppen von Sängern zu den Häusern, welche von jungverheirateten oder verlobten Paaren bewohnt werden. Letztere vergelten das Ständchen mit Krapfen und Wein. Der «Määrlisunntig», an welchem Gross und Klein gebannt den Geschichten der Märlitanten und –onkel lauschen, trägt zur vorweihnachtliche Stimmung in der Stadt bei.

Tropfsteinhöhlen. Der mit einer Standseilbahn erschlossenene Zugerberg (1039 m.ü.M.) ist ein beliebtes, äusserst familienfreundliches Ausflugsziel. Während die Grossen winters schneeschuh- oder langlaufen, vergnügen sich die Kleinen am Übungshang mit Schlepplift. Im Sommer locken Skulpturenweg und Abenteuerspielplatz. Die Höhenwanderung weiter zum Wildspitz (1580 m.ü.M.) und von dort nach Unterägeri ist ein Klassiker. Das Aegerital mit dem fischreichen Aegerisee ist die eigentliche Ferienecke des Kantons. Hier kommen Wanderer auf ihre Kosten, und im Winter zieht es die Schneehasen ins Skigebiet Sattel-Hochstuckli. Über dem Aegerital thront das Naherholungsgebiet Gottschalkenberg/Raten, ein einmaliger Aussichtspunkt. Die voralpine Landschaft in Menzingen lässt Biker- und Wandererherzen höher schlagen. Verpassen Sie es nicht, die Kapuzinerkloster Maria-Hilf mit der Rokoko-Kapelle sowie die Wallfahrtskapelle St. Wendelin (1597) zu besuchen. Das 1231 gegründete Kloster Frauenthal ist nicht nur wegen seiner leckeren Krapfen und getrockneten Apfelstückchen ein Besuch wert. Im Lorzentobel in der Nähe von Baar liegen die sogenannten Höllgrotten, ein Verbund von Tropfsteinhöhlen mit kleinen Seen, Stalaktiten und Stalagmiten; die Besichtigung dauert etwa 45 Minuten. Der Bodenpfad im Steinhauserwald illustriert mittels eines attraktiven Rundgangs, dass unsere Böden weit mehr als nur Dreck sind. Ebenso lehrreich ist der im Jahre 2005 eingeweihte, und in der Schweiz einzigartige Homöpathie-Garten in Zug. Nehmen Sie den Weg zur Burgruine Hünenberg unter die Füsse, und verbinden Sie diese Reise in die Vergangenheit mit einem heiteren Grillnachmittag. Eine ganz originelle Art, den Kanton Zug und seine Bewohner besser kennenzulernen, sind die sogenannten «Hörbänkli». An sieben auserlesenen, besonders schönen Flecken wurde je eine Sitzbank aufgestellt, die mit einer Bankgeschichten-Telefonnummer versehen wurde. Die Geschichten werden von Schweizer Prominenten wie Mona Vetsch, Reto von Gunten oder Beat Schlatter erzählt.

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