Fünf Wanderungen, fünf völlig unterschiedliche Erlebnisse: Entdecken Sie spektakuläre Landschaften, beeindruckende Aussichten und einige der schönsten Wanderwege des Wallis.

 

Fast wie auf dem Mond: Wanderung auf dem Tsanfleuron

Sanetsch Wanderung
© Schweiz Tourismus – Silvano Zeiter

Vielleicht ist die Entfernung zwischen dem Wallis und dem Mond gar nicht so gross, wie man denkt. In der Region des Sanetschpasses oberhalb von Savièse erstrecken sich die «Lapis von Tsanfleuron», eine Landschaft voller Felsformationen, in der man jederzeit mit einem verlorenen Astronauten rechnen könnte.

Über Jahrtausende von Gletschern und Witterung geformt, präsentiert sich diese Karstlandschaft wie eine Kulisse aus einer anderen Welt. Noch vor wenigen Jahrzehnten war ein Teil des Gebiets von Eis bedeckt. Heute erzählt die Landschaft die Geschichte des Tsanfleuron-Gletschers, der sich hier vor weniger als 200 Jahren noch über weite Flächen erstreckte. Tiefe Spalten, glatt geschliffene Felsen und von Wind und Wasser modellierte Formen wechseln sich entlang des Weges ständig ab. Langweilig wird es auf dieser Wanderung garantiert nicht.

Die rund zehn Kilometer lange Rundtour führt bis zur auf 2556 Metern gelegenen Cabane de Prarochet. Dort lässt sich bei einer wohlverdienten Pause, einer feinen Rösti oder einfach beim Geniessen der Aussicht neue Energie tanken.

Das + Nehmen Sie unbedingt ein Fernglas mit. In dieser Region lassen sich immer wieder majestätische Bartgeier beobachten, die hier gerne ihre Kreise ziehen.

 

Bereit für eine Reise zum Mond?

 

Über dem Wasser unterwegs in Leukerbad

Thermalquellensteg Leukerbad
© Schweiz Tourismus – Jean-Christophe Dupasquier

In Leukerbad ist Wasser allgegenwärtig. Natürlich in den Thermalbädern des bekannten Kurorts, aber auch an Orten, an denen man es kaum erwarten würde. Bevor es die Gäste in den Thermen verwöhnt, bahnt es sich seinen Weg durch die Berge, gräbt sich in den Fels und formt eindrucksvolle Landschaften. Auf dem Thermalquellensteg können Besucher*innen diesen Weg hautnah verfolgen und schweben dabei mehrere Meter über der wilden Dala-Schlucht.

Die rund 600 Meter lange Stahlkonstruktion eröffnet spektakuläre Perspektiven auf eine Landschaft, die sonst nur Vögeln oder Wassertropfen vorbehalten bleibt. Tief unten rauscht der Gebirgsbach durch die Schlucht, wo die warmen Thermalquellen direkt aus dem Fels entspringen. Wer genau hinschaut, entdeckt sogar eine kleine Seilwinde, mit der das Thermalwasser aus der Tiefe nach oben befördert wird.

Ein besonderes Highlight wartet am Ende des Weges: Eine 21 Meter lange Hängebrücke führt direkt zu einem 35 Meter hohen Wasserfall. Sein donnerndes Rauschen erfüllt die ganze Schlucht. An warmen Sommertagen sorgt die feine Gischt für eine erfrischende Abkühlung.

Das + Nach dem Schluchtenerlebnis kann die Wanderung beliebig verlängert werden – zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf den Steg, mit einem Abstecher zum Majingsee oder ganz gemütlich mit einer Einkehr im Weidstübli.

 

Auf zu einer Wanderung mit Nervenkitzel und Aussicht!

 

Diese Wanderung macht schlau!

Stausee Emosson
© Schweiz Tourismus

Manchmal liefert die Bergwelt gleich ihre eigene Gebrauchsanweisung mit. Klingt überraschend? Auf dem Panoramaweg Balcon du Mont-Blanc zwischen Finhaut und Émosson wird Wandern tatsächlich zur spannenden Entdeckungsreise.

Die Informationstafeln entlang des Weges zeigen nicht nur die Richtung, sondern erklären auch die Geschichten hinter der Landschaft. Warum hat dieses Tal seine heutige Form? Wie haben die Gletscher die Berge geprägt? Welche Tiere und Pflanzen sind in dieser Höhenlage zuhause? Schritt für Schritt erfahren Besucher*innen mehr über die Natur und die Entstehung dieser beeindruckenden Region.

Auch landschaftlich hat die Wanderung einiges zu bieten. Alpenweiden, Gletschermoränen, Feuchtgebiete und felsige Abschnitte wechseln sich ab; das Mont-Blanc-Massiv dominiert den Horizont. Später rückt der Stausee von Émosson ins Blickfeld, dann führt ein letzter Anstieg nach Six Jeur mitten in ein Naturschutzgebiet auf über 2000 Metern Höhe. Am Ende der Tour nehmen Sie nicht nur schöne Erinnerungen und Fotos mit nach Hause, sondern auch einige spannende Geschichten für den nächsten Apéro.

Das + Halten Sie bei der Tête de la Boffa Ausschau nach den Hand- und Fussabdrücken, die der Briefträger Louis Lugon-Moulin im Jahr 1927 in den Fels eingraviert hat.

 

Erfahren Sie mehr über das Val de Trient

 

Machen Sie blau in Moiry

Wanderung moiry
© Valais/Wallis Promotion – David Carlier

In Moiry wurde in der Farbpalette kräftig in den Blautönen gemischt. Vom Stausee über die Gletscherbäche bis zu den kleinen Bergseen entlang des Weges begegnen Wandernden unzählige Schattierungen derselben Farbe. Kaum ein Ort im Wallis präsentiert sich so eindrucksvoll und fotogen.

Auf rund 2500 Metern Höhe weiss man kaum mehr, wohin man zuerst schauen soll: auf den türkisblauen See am Fuss der Staumauer, auf den mächtigen Moiry-Gletscher oberhalb von Grimentz oder auf die wechselnden Spiegelungen im Wasser. Die Kamera kommt hier garantiert immer wieder zum Einsatz.

Die Rundwanderung führt oberhalb des Sees entlang, vorbei an Alpweiden, kleinen Bergseen und der Gougra, die vom Schmelzwasser des Gletschers gespeist wird. Überall zeigen sich die Spuren des Eisriesen, der das Tal von Anniviers bis heute prägt. Auch die imposante Staumauer von Moiry ist einen längeren Halt wert.

Das + Auf der Sonnenterrasse des Restaurants am Lac de Moiry schmecken eine fruchtige Wähe oder ein Gläschen des lokalen Kräuterlikörs Génépi besonders besonders gut.

 

Abtauchen in 50 Nuancen Blau

 

Bettmerhorn: Aussicht auf ein Weltwunder

Aletsch Arena Bettmerhorn
© Valais/Wallis Promotion – Pascal Gertschen

Es braucht Jahrtausende, um einen Gletscher wie den Aletschgletscher zu formen. Zum Glück genügen wenige Stunden, um ihn zu bestaunen. Zum Beispiel auf der Wanderung zwischen Bettmerhorn und Eggishorn, entlang einer der wohl spektakulärsten Landschaften der Schweiz.

Hier oben scheint die Zeit etwas langsamer zu vergehen. Der Weg folgt dem Berggrat, hunderte Meter über dem grössten Gletscher der Alpen, der hier durch die Landschaft fliesst. Ein gewaltiger Eisstrom, der schon lange existierte, bevor die ersten Wanderschuhe erfunden wurden.

Die Route erfordert Trittsicherheit. Einige gut gesicherte Abschnitte führen durch exponiertes Gelände, wo man automatisch langsamer wird. Nicht nur aus Vorsicht, sondern auch weil die Aussicht zu beeindruckend ist, um einfach weiterzugehen.

Der Aletschgletscher gehört zum UNESCO-Welterbe und zählt zu jenen Orten, die eindrucksvoll zeigen, welche Meisterwerke die Natur erschaffen kann.

Das + Mit dem Aletsch Discovery Pass lassen sich die verschiedenen Aussichtspunkte der Aletsch Arena ganz bequem mit den Bergbahnen entdecken.

 

Zu den Logenplätzen des Aletschgletschers

 

Gut vorbereitet ins Bergabenteuer

Eine gelungene Wanderung beginnt nicht erst auf dem Bergweg. Wer gut vorbereitet ist, erlebt die Natur entspannter und sicherer. Werfen Sie vor dem Start einen Blick auf die Wetterprognose, wählen Sie eine Route, die Ihrem Können entspricht, und packen Sie genügend Wasser, Sonnenschutz sowie eine zusätzliche Kleidungsschicht ein. So bleiben unangenehme Überraschungen unterwegs aus.

Auch auf den Wegen selbst sollten einige Regeln beachtet werden. Im Wallis teilen sich Wandernde die Natur mit Mountainbiker*innen, Weidetieren, Herdenschutzhunden und Wildtieren. Bleiben Sie auf den markierten Wegen, schliessen Sie Weidezäune nach dem Passieren, nehmen Sie Ihren Abfall wieder mit und respektieren Sie Tiere und Pflanzen. So tragen alle dazu bei, dass die Bergwelt auch künftig ein besonderer Ort bleibt.

Und falls Ihnen die Planung mit Bahntickets, Bergbahnen und Reservationen zu aufwendig erscheint: Verschiedene Angebote kombinieren Bergbahnen und Ausflüge praktisch in einem Paket.

 

Planen Sie Ihre Wanderung ganz einfach

 

Kostenlos in Richtung Gipfel

Gute Nachrichten für alle Wanderfans: Diesen Sommer können Sie das Wallis ganz entspannt ohne Auto entdecken. Mit dem Mobility Ticket profitieren Personen mit Wohnsitz in der Schweiz von einer kostenlosen Hin- und Rückreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen ihrem Wohnort und ihrer Feriendestination, wenn sie mindestens zwei aufeinanderfolgende Nächte in einer teilnehmenden Unterkunft buchen.

Das Angebot gilt bis zum 31. Oktober 2026 und sorgt dafür, dass mehr Budget für Erlebnisse, Genuss und Abenteuer bleibt statt für die Anreise.

 

Kommen Sie mit ins Wallis?

 

Höhenluft macht hungrig

Wallis Apéro

Vielleicht finden Wissenschaftler*innen eines Tages eine Erklärung dafür. Bis dahin bleibt eine Tatsache bestehen: Je schöner die Aussicht, desto grösser die Lust auf einen Apéro. Wer diese Theorie selbst testen möchte, hat im Wallis die perfekte Gelegenheit dazu.

Mit dem Wander-Apéro-Set von Valais/Wallis Promotion sind Sie bestens ausgerüstet. Das Set enthält ein Schweizer Taschenmesser, vier Edelstahlbecher und ein Holzbrettchen – alles, was es für einen genussvollen Halt mit Aussicht braucht.

Denn eines ist im Wallis klar: Ein Apéro gehört einfach dazu. Und mit Blick auf die Berge schmeckt er gleich noch besser.

1950 Sion
Webseite:  valais.ch