Sonnenfinsternis: Das grösste Himmelsspektakel seit 1999
Am 12. August 2026 verdeckt der Mond über 90 Prozent der Sonne
Die Schweiz blickt am 12. August 2026 gebannt nach oben: Eine aussergewöhnlich starke partielle Sonnenfinsternis verwandelt die Sonne am frühen Abend in eine schmale Sichel. Wer das seltene Naturschauspiel erleben möchte, braucht freie Sicht nach Westnordwesten und unbedingt den richtigen Augenschutz.
Am 12. August schiebt sich der Mond zwischen Erde und Sonne. Während in Teilen Grönlands, Islands und Spaniens eine totale Sonnenfinsternis zu sehen ist, wird die Sonne in der Schweiz zu rund 90 bis 92 Prozent verdeckt. Das Licht verändert sich, die Landschaft wirkt fahl und die Temperatur kann spürbar sinken.
Das Maximum kurz vor Sonnenuntergang
Die partielle Sonnenfinsternis beginnt je nach Standort gegen 19.25 Uhr und erreicht zwischen etwa 20.17 und 20.21 Uhr ihren Höhepunkt. Im Wallis werden stellenweise bis zu 92 Prozent der Sonne verdeckt. Da sie dann bereits tief am Westnordwesthorizont steht, eignen sich erhöhte Orte, Seeufer und Aussichtspunkte mit freier Sicht besonders gut. In inneralpinen Tälern können Berge den Blick versperren. Beobachten Sie das Spektakel ausschliesslich mit einer unbeschädigten, zertifizierten Sonnenfinsternis-Brille nach ISO 12312-2 – normale Sonnenbrillen bieten keinen ausreichenden Schutz!
Diese Veranstaltungen machen die Finsternis erlebbar
Mehrere Veranstalter begleiten das Himmelsereignis mit besonderen Angeboten. Sternwarten und Planetarien in der ganzen Schweiz erklären den Ablauf und zeigen die Finsternis auch bei bewölktem Himmel. Das Planetarium im Verkehrshaus Luzern bietet vom 2. bis 13. August Spezial-Shows und am 12. August ein Watching-Event. Auf dem Chäserrugg erleben Gäste die Finsternis auf 2262 Metern mit Abendessen und Bergpanorama.
Ein Abend voller Himmelsspektakel
Der 12. August 2026 verspricht gleich mehrere astronomische Höhepunkte. Zuerst zieht die grösste partielle Sonnenfinsternis seit 1999 über die Schweiz. Nach Sonnenuntergang lohnt sich der Blick erneut nach oben: In derselben Nacht erreicht auch der Sternschnuppenstrom der Perseiden seinen Höhepunkt. Eine seltene Kombination zweier spektakulärer Himmelsereignisse!