Das schlossähnliche Gebäude, von Gustave Revilliod (1817-1890), einem freigebigen Genfer Mäzen und Sammler Ende des 19. Jahrhunderts errichtet, war von Anfang an als Museum angelegt. Im Haus Ariana in Genf sollten Gegenstände aus Keramik und Glas zusammen mit Gemälden, Radierungen, Skulpturen, Münzen, alten Büchern und anderen Objekten der angewandten Kunst ausgestellt werden. Nach der vollständigen Renovation von 1981 bis 1993 steht für Besucherinnen und Besucher ein modernes, international bedeutendes Museum offen. 

Historisches Erbe und zeitgenössische Kunst

Das Museum Ariana bewahrt einerseits historisches Erbe (Keramik-Kultur vom Mittelalter bis zu aktuellen Schöpfungen aus der Schweiz, Europa, dem Nahen und dem Fernen Osten), andererseits verstärkt es mit der International Academy of Ceramics bewusst die Beziehungen zu zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern. Immer wieder werden moderne Werke erworben, Wechselausstellungen vertiefen den Einblick in die Arbeit mit Glas und Keramik.  

Glas und Keramik in der Kunst

Die Sammlungen zeigen deutlich, wie sich die industrielle Produktion ab dem ausgehenden 19. Jahrhundert von den Werken unabhängiger Künstler zu unterscheiden beginnt. Keramik und Glas behaupten sich ab der Mitte des 20. Jahrhunderts immer mehr als Träger eines eigenständigen künstlerischen Ausdrucks, die mit Handwerk oder Nutzgegenständen nichts mehr gemein haben. 

Barrierefreies Museum

Das Museum ist rollstuhlgängig. Für Blinde und Sehbehinderte werden von Zeit zu Zeit spezielle Angebote konzipiert (siehe Agenda). Gehörlose und Schwerhörige können das Museum mit einem Gebärdensprachen-Guide besichtigen (Infos auf der Website).

Avenue de la Paix 10

1203 Genève
Webseite:  www.ariana-geneve.ch
Telefon:  022 418 54 50

Kommentar 3.3