Die Geburt des fünften Kalbes der 40-jährigen Elefantenkuh Indi verlief zunächst problemlos. Gemeinsam mit ihrer Tochter Chandra meisterte sie den Geburtsvorgang souverän. Als das Jungtier am Mittag zur Welt kam, hofften Tierpfleger*innen und Tierärzt*innen auf einen positiven Verlauf. Doch schon kurz nach der Geburt zeigte sich, dass etwas nicht stimmte.

Kalb konnte nicht auf eigenen Beinen stehen

Das männliche Jungtier versuchte wiederholt aufzustehen, konnte seine Hinterbeine jedoch nicht ausreichend belasten. Um Untersuchungen und Behandlungen zu ermöglichen, wurden Mutter und Kalb zeitweise getrennt. Das Team vom Zoo Zürich unterstützte den Jungbullen beim Aufstehen und versorgte ihn mit Infusionen. Trotz aller Massnahmen fanden die Fachleute keine offensichtliche Verletzung und es gab keine Verbesserung seines Zustands.

Schwere Entscheidung zum Wohl des Tieres

Auch nach einer Nacht unter intensiver Überwachung gelang es dem Kalb nicht, selbstständig zu stehen oder zu laufen. Die Prognose liess kein lebensfähiges Aufwachsen erwarten. Deshalb entschied sich das Zoo-Team schweren Herzens für die Euthanasie. Für den Kaeng Krachan Elefantenpark ist es bereits der vierte Verlust eines Jungtiers seit 2020. Umso grösser ist die Enttäuschung über das traurige Ende einer zunächst hoffnungsvollen Geburt.

Zoo Zürich
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