Die Höhle ist nur noch ein Schatten ihrer selbst

Die Höhle im Oberwallis, die in den Rhonegletscher führt, könnte laut einem Bericht der Tageszeitung 24 heures in diesem Jahr möglicherweise zum letzten Mal Besucher*innen empfangen. Die Familie Carlen, die die Höhle seit 150 Jahren betreibt, äusserte sich gegenüber dem Walliser Boten, was die Waadtländer Tageszeitung veranlasste, vor Ort nachzuforschen.

Die Höhle wird jedes Jahr auf einer Höhe von 2300 Metern in den Rhonegletscher gebohrt und ist aufgrund ihrer leichten Erreichbarkeit über die Strasse eine der beliebtesten Attraktionen dieser Art. Doch man muss feststellen, dass sie nur noch ein Schatten ihrer einstigen Grösse ist.

Die Decke wird immer dünner

Mit dem jährlichen Rückzug der Gletscherzunge um etwa zehn Meter werden grosse textile Abdeckungen verwendet, um die Kälte abzuhalten und die zunehmende Hitze der Sonne abzuwehren. Allerdings werden diese Planen immer wieder von den abbrechenden Blöcken weggerollt und in den See gespült, der sich am Fusse des Gletschers bildet. Es besteht die Besorgnis, dass die Quelle der Rhone selbst möglicherweise mit Mikroplastik kontaminiert ist.

Zudem nimmt die Dicke der Decke jedes Jahr ab und die erforderlichen Anstrengungen scheinen die Kosten und Risiken der Arbeiten nicht mehr zu rechtfertigen, wie in dem Artikel von 24 heures noch erwähnt wird.

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