Die neue Ausstellung "Berufswunsch Malerin" des HVM St. Gallen stellt elf Wegbereiterinnen der Schweizer Kunst aus 100 Jahren vor. Zur damaligen Zeit galten Kunst und Malerei für Töchtern aus gutem Haus als angenehmer Zeitvertreib, die elf Künstlerinnen nutzten ihre Kunst jedoch als Grundlage zum Broterwerb. Damit entschieden sie sich gegen das traditionelle Leben als Mutter und Hausfrau. Im Gegenzug bekamen sie neue Möglichkeiten zur freien Gestaltung ihres Lebens. Obwohl die Künstlerinnen im Vergleich zu ihren männlichen Weggefährten keine gleichwertigen Vorraussetzungen bezüglich Ausbildung und Ausstellungsmöglichkeiten hatten, stehen ihre Werke denen ihrer männlichen Wegbegleizer qualitativ in keiner Weise nach.

In der Ausstellung sind unter anderem Werke der ersten namentlich bekannten St. Galler Malerin Anna Elisabeth Kelly (1825 - 1890), der Textilkünstlerin Marie Geroe-Tobler (1895 - 1963), die am Baushaus in Dessau ausgebildet wurde, und der Spätimpressionistin Martha Stettler (1870 - 1945) zu sehen.

Wo: Historisches und Völkerkundemuseum St. Gallen
Wann: 29. August 2020 bis 31. Januar 2021; Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr
Preis: Museumseintritt Erwachsene CHF 12.-, Kinder und Jugendliche gratis

Kommentar