„Brandspuren“ im Museum Haarundkamm

Einst wurden in der Kammfabrik von O. Walter Obrecht exklusive Kämme produziert. Die Produkte waren so bekannt und geschätzt, dass sogar Queen Victoria ihre Kämme in Mümliswil bestellt haben soll. Die blühende Produktionsstätte ging am 30. September 1915 bei einer Explosion in Flammen auf. Celluloid-Staub hatte sich entzündet und eine so starke Explosion verursacht, dass das Hauptgebäude samt Anbau vollständig zerstört wurde. 32 Mitarbeiter verloren bei dem Unglück ihr Leben.

Vor 100 Jahren
Am 30. September jährt sich der Tag der Explosionskatastrophe zum 100. Mal. Die Sonderausstellung „Brandspuren“ im Museum Haarundkamm beleuchtet die Ereignisse und Folgen jenes Tages Ende September vor 100 Jahren aus verschiedenen Blickwinkeln und stellt der Öffentlichkeit zum ersten Mal mit dem Fabrikbrand zusammenhängende, neu aufgefundene Originalobjekte vor.

Interaktive Monitorstationen
Im Zentrum der Ausstellung steht ein massstäbliches Modell der betroffenen Fabrikgebäude. An ihm können die Fluchtwege der Betroffenen nachvollzogen werden. An interaktiven Monitorstationen sind Schriftstücke zu Spenden und Zeitungsmeldungen, die über das Unglück berichteten, sowie Musterbücher zugänglich.

Was bleibt nach 100 Jahren?
In der Ausstellung ebenfalls zu sehen ist der  Dokumentarfilm "Brandspuren“. Was ist im kollektiven Gedächtnis der betroffenen Bevölkerung hundert Jahre nach dem Grossereignis noch zu sehen? Dieser Frage geht der Film nach.

Weitere Infos zur Sonderausstellung „Brandspuren“ sowie zum Rahmenprogramm mit Konzerten finden sich auf der Webseite des Museums Haarundkamm

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„Brandspuren“ im Museum Haarundkamm

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