


Kuhkämpfe – Wallis
Königin für einen Alpsommer
Kreiert am 29.12.2011 -- Aktualisiert am 29.04.2013
Wenn Eringer um die Ehre ringen fliegen die Fahnen und grillen die Würste.
Die Eringer Kühe sind klein, muskulös und aggressiv. Mit ihren kurzen, soliden Hörnern kämpfen sie ganz ohne menschliches Zutun um die Rangordnung innerhalb einer Kuhherde. Die Kühe suchen sich selbst ihre Gegnerinnen aus. Langsam und vorsichtig, nähern sich jeweils zwei Kontrahentinnen einander. Und dann geht’s los, die Köpfe prallen aufeinander, die Hörner kreuzen sich und jede Kuh versucht die andere aus dem Gleichgewicht zu bringen. Wenn sich die Verliererin abwendet, kriegt sie noch ein paar Hornstösse ins Hinterteil. Verletzt wird in der Regel niemand.
Wer ist die Stärkste im ganzen Land?
Seit 1922 machen sich die Walliser dieses Naturphänomen zu nutzen und organisieren Volksfeste rund um diese Kuhkämpfe. Die Kuh-Königin des Alpaufzugs wird jeweils im Frühjahr gekürt, wenn die Herden für den Alpsommer zusammengezogen werden. Nach den Regionalausscheidungen wird das kantonale Finale jeweils in Aproz abgehalten. Über die Sommermonate finden auf den Alpweiden weitere Kämpfe statt, und im Herbst, nach der Alpabfahrt, wird bei weiteren Kuhkampffesten die Gesamtsiegerin, die Kaiserin sozusagen, ermittelt.
Doping mit Fendant?
Es bestehen Gerüchte, dass einige Bauern versucht hätten, ihre Favoritinnen vor dem Kampf mit Fendant aufzuputschen. Genaues weiss man nicht; die eingeführten Kontrollen sind inzwischen wieder abgeschafft worden. Bei den Bauern und Festbesuchern jedoch ist das Fendant-Doping ohne Zweifel weit verbreitet – Prost!
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SBB-Bahnhof Sion
Bus nach Aproz
Autobahn A9, Ausfahrt Sion
Kantonsstrasse nach Aproz
Sa. 29. Juni 2013 10.30-19 Uhr
1. Mischlung: 10.30-12 Uhr
2. Mischlung: 17-19 Uhr







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